Stadtteildialog Mobilität Am Steindl

Erste Ergebnisse aus der Umfrage

Die Stadt Krems hat im Februar 2021 zum Stadtteildialog Mobilität Am Steindl eingeladen. Alle BewohnerInnen und GrundbesitzerInnen sind aufgerufen ihre Erfahrungen einzubringen und mitzudiskutieren. Ziel ist die Erstellung eines Mobilitätskonzeptes für den Stadtteil Am Steindl. Der Beteiligungsprozess wurde so angelegt, dass er trotz der aktuellen COVID-19-Situation stattfinden kann – daher findet vieles im digitalen Raum statt.

 

Umfrage als erster Schritt

Der erste Schritt im Stadtteil-Dialog war eine Online-Umfrage, die von 9. Februar bis 1. März geöffnet war. Es gab reges Interesse an dieser Umfrage. 300 Haushalte mit insgesamt 492 Personen waren eingeladen teilzunehmen, davon folgten 82 Personen der Einladung. Die Ergebnisse im Detail können Sie hier abrufen.

 

Einblicke in die Ergebnisse

Im Überblick: Prinzipiell schätzen die BewohnerInnen ihren Stadtteil sehr positiv ein und beschreiben ihn häufig mit folgenden Eigenschaftsworten: ruhig, zentrumsnah, naturverbunden, grün, nachbarschaftlich. Die Qualitäten für FußgängerInnen im Stadtteil werden sehr hoch eingeschätzt, die für RadfahrerInnen und BenützerInnen des öffentlichen Verkehrs etwas weniger gut.

Das Radfahren: Fast alle BewohnerInnen besitzen ein Fahrrad, etwa ein Viertel der Befragten besitzt ein E-Bike. Das Fahrrad wird derzeit von dem meisten vor allem in der Freizeit genutzt, aber auch für Einkaufen, Erledigungen und von manchen auch für den Weg zum Arbeitsplatz. Als gefährlich zum Radfahren wird vor allem die Langenloiser Straße empfunden.

Der öffentliche Verkehr: Die neue Steindl-Stadtbus-Linie haben einige Befragten schon ausprobiert, etwa 27% geben an, sie demnächst ausprobieren zu wollen.

Das Auto: Allen Befragten steht ein Auto zur Verfügung, das von vielen auch täglich genutzt wird. Die Einschätzungen zum Autoverkehr/Parken Am Steindl sind in der Umfrage widersprüchlich: während fast die Hälfte der Befragten meint, dass es zu wenig Stellplätze auf den Straßen gäbe, wünscht sich trotzdem die Mehrheit mehr Bäume in den Straßen und mehr Platz für den Fuß- und Radverkehr. Auch die Einschätzung der tatsächlichen Fahrgeschwindigkeit ist sehr unterschiedlich. Einige fordern eine Geschwindigkeitsreduktion, obwohl im Stadtteil bereits flächendeckend ein Tempolimit von 30 km/h besteht. (Ausnahme Langenloiser Straße).

 

Was soll verändert werden?

Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich mehr Bäume in den Straßen, rund 40% wünschen sich mehr Plätze zum Zusammenkommen und Bänke zum Verweilen. Zum Parken stechen drei Wünsche hervor: Stellplätze auf den Straßen mit Bodenmarkierungen kennzeichnen (49%), Anreize für umweltfreundliche Mobilitätsarten schaffen (45%) und zusätzliche Stellplätze bei bestehenden Bauten auf privatem Grund schaffen (33%). Kritisiert werden von vielen Befragten die bereits erfolgten und geplanten Neubauten. Die größte Sorge betrifft den zusätzlichen Verkehr und den Mangel an Parkplätzen, dazu wird ein Verkehrskonzept gefordert.

Zusätzlich gab es in der Umfrage zahlreiche Hinweise auf konkrete Problemstellen. Diese werden von den zuständigen Stellen und den Verkehrsplanern geprüft.

 

Kontakt: amsteidl@krems.gv.at

 

Publiziert am 24.03.2021